Orte formen Gedanken

Drei kluge Frauen über Orte und Denken.

Zum Weltfrauentag teile ich drei Empfehlungen zu klugen Frauen, die genau darüber sprechen. Sie arbeiten nicht im Bereich Architektur, aber reflektieren auf spannende Weise über ihre Beziehung zu Orten (alles unbezahlte Werbung):

MARIETTA AUER

In der Podcastfolge von Alles Gesagt? (ZEIT Podcast), Februar 2026:

Marietta Auer – gilt wieder das Recht des Stärkeren?

Als Juristin und Rechtswissenschaftlerin hat sie an unterschiedlichen Orten gelebt - Harvard, Singapur oder im Berliner Grunewald. Die jeweilige Umgebung beeinflusst immer auch ihr Denken und ihre Arbeit. Berlin beschreibt sie sinngemäß als “Pappeln, die in der Sommerhitze flirren”. Ich würde ergänzen: der trockene Geruch der U-Bahnschächte, der einem beim Hinabsteigen aufs U-Bahn-Gleis entgegenschlägt.

CORNELIA FUNKE

in einer schon etwas zurückliegenden Folge des Podcasts Hotel Matze:

Cornelia Funke – warum ist unsere Welt fantastisch?

Als Kinder- und Jugendbuchautorin entwickelt und beschreibt sie fantasievolle Welten und Kreaturen. Und zwischen Amerika, Deutschland und der Toskana betont auch sie, wie wichtig die unterschiedlichen Orte für ihren kreativen Prozess sind. Jetzt, wo sich einige mit der nächsten Sommer-Urlaubsplanung beschäftigen: Warum nicht auch mal (wieder) etwas Fantastisches und Verträumtes wagen?

VIRGINIA WOOLF

Der Essay-Klassiker: Ein Zimmer für sich allein.

Das eigene Zimmer nicht nur als Raum für Rückzug und Individualität, sondern auch als Symbol für den eigenen Denk- und Freiraum im Kopf - was für eine schöne Metapher! Es muss ja nicht immer die Welt sein - manchmal reicht schon ein eigenes Gartenhaus ;-).

Vielleicht lohnt es sich also, Orte bewusster wahrzunehmen, denn sie sind oft der Anfang eines Gedankens.

In diesem Sinne: einen kämpferischen und inspirierenden Weltfrauentag!

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Empathic Spaces I - Räume mit Wirkung